Jonas-Final-Kampagne
Claim

Mein Wahlprogramm 2025

Schleswig kann mehr!

Zusammenfassung

Schleswig kann mehr. Darauf basiert mein gesamtes Wahlprogramm. Mein Ziel ist eine Stadt, die bis 2035 klimaneutral wirtschaftet, schuldenfrei ist, 30.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählt, 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze bietet und eine der modernsten Verwaltungen in Schleswig-Holstein hat.

Um dahin zu gelangen, setze ich auf vier Hebel: solide Finanzen, konsequente Digitalisierung, aktive Wirtschaftsförderung und echte Bürgernähe. Jedes Kapitel des Programms zeigt konkrete Maßnahmen – vom Flächennutzungsplan für erneuerbare Energien über bezahlbaren Wohnraum bis zu barrierefreien Behördenwegen.

Dieses Programm ist kein Wunschzettel, sondern ein umsetzbarer Fahrplan, gestützt auf meine Erfahrung in Landes- und Stadtverwaltung. Es lädt alle ein, mitzuwirken: Vereine, Unternehmen, Initiativen und jede Bürgerin und jeden Bürger, die Schleswig nach vorne bringen wollen.

Das Amt des Bürgermeisters ist für mich weit mehr als eine Verwaltungsaufgabe. Es geht mir darum, Orientierung zu geben, Verantwortung zu übernehmen und unsere Stadt gemeinsam mit Ihnen in eine gute Zukunft zu führen – im Dialog, mit klaren Zielen, fachlicher Kompetenz und dem festen Willen, Schleswig weiterzuentwickeln.

Ich verstehe mich als Verwaltungschef, als Brückenbauer, als Moderator und Motor für Veränderung. Gemeinsam mit Ihnen möchte ich Schleswig zu einer Stadt machen, in der moderne Verwaltung, wirtschaftliche Stärke, soziale Balance und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen.

Meine Vision ist ambitioniert, denn ein „Weiter so“ kann sich Schleswig nicht leisten. Unsere Stadt braucht den Mut, neue Wege zu gehen – und eine Verwaltung, die konsequent handelt statt verwaltet. Als Bürgermeister bringe ich das Fachwissen und die Erfahrung mit, um Visionen in praktikable Verwaltungsprozesse zu überführen. Gemeinsam können wir eine lebenswertere, wirtschaftlich starke und klimafeste Stadt schaffen. Denn Schleswig kann mehr.

Ich trete nicht für eine Legislaturperiode an, sondern um Veränderung zu gestalten und um Schleswig in einer Welt im Wandel bestmöglich weiterzuentwickeln, damit wir auch in Zukunft gut und sicher in unserer schönen Stadt leben können.

Deswegen lautet meine Vision 2035 für Schleswig

  • Es gibt ausreichend bezahlbaren Wohnraum für 30.000 Schleswigerinnen und Schleswiger
  • Neue Unternehmen haben sich angesiedelt und 3.000 neue Arbeitsplätze sind entstanden.
  • Schleswig ist klimaneutral mit Energie aus Wind, Sonne und modernen Speichern.
  • Die Stadtverwaltung ist die modernste Verwaltung Schleswig-Holsteins.
  • Schleswig hat einen ausgeglichenen Haushalt und ist schuldenfrei.

Fachlich fundiert. Politisch erfahren.

Nach meinem dualen Studium in der Landesverwaltung habe ich im Innenministerium Schleswig-Holsteins gearbeitet – unter anderem im Leitungsbereich. Dort war ich auch Mitglied mehrerer Krisenstäbe, etwa zur Energiemangellage. Ich kenne die Verwaltungsabläufe und politischen Prozesse auf kommunaler, Landes- und Bundesebene funktionieren. Und ich weiß auch, wo sie manchmal klemmen – und wie man Verfahren beschleunigt, Prozesse strukturiert und Entscheidungen zielorientiert vorbereitet.

Diese Erfahrungen bringe ich mit – nicht aus der Theorie, sondern als konkrete Handlungskompetenz. Ich kann verwalten, aber vor allem: Ich kann gestalten.

Bürgernahe Verwaltung

Ich möchte die Verwaltung in Schleswig zu einem bürgerorientierten, modernen Dienstleister weiterentwickeln. Mit digitalen und jederzeit verfügbaren Angeboten, kurzen Verfahrenswegen und Entscheidungen, die verständlich erklärt werden – dies stärkt das Vertrauen und ist die Basis für unser Zusammenleben.

Ich verstehe meine Führungsrolle als Auftrag, Orientierung zu geben, Talente zu fördern und Zusammenarbeit zu stärken. Ich möchte, dass unsere Stadtverwaltung eine attraktive Arbeitgeberin bleibt – mit Entwicklungsmöglichkeiten für alle Mitarbeitenden.

Gute Politik braucht Gesprächsbereitschaft, aber auch Klarheit. Ich werde zuhören, vermitteln und erklären – und Entscheidungen so treffen, dass sie nachvollziehbar und tragfähig sind. Mein Politikstil ist offen, respektvoll und verbindend. Gleichzeitig werde ich die Politik bestmöglich beraten, Entscheidungen effizient vorbereiten, meine Verbindungen in Landes- und Bundespolitik für Schleswig nutzen, um zu jeder Zeit das bestmögliche Ergebnis für Schleswig und seine Bürgerinnen und Bürger zu erzielen.

Wir leben in einer Welt im Wandel, die auch von verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen sowie weltweiten Veränderungen des Klimas und einem schnell voranschreitenden Artensterben geprägt ist.

Krisen prägen deswegen auch die Arbeit der Verwaltungen. Ich möchte dafür sorgen, dass die Stadtverwaltung Schleswig in herausfordernden Situationen handlungsfähig,

besonnen und jederzeit bürgernah und transparent arbeitet und sich auf Krisen bestmöglich vorbereitet. Dazu gehören insbesondere künftige Hochwasserereignisse, Stürme und Hitzewellen, die mit dem Klimawandel einhergehen.

Daraus erwächst für mich auch die Verantwortung gemeinsam mit Politik und Verwaltung, dafür zu sorgen, dass unsere Freiwillige Feuerwehr jederzeit leistungsfähig und einsatzbereit ist und die ehrenamtlich aktiven Kameradinnen und Kameraden bestmögliche Unterstützung erfahren.

Mit Blick auf die Weltlage möchte ich auch den Zivilschutz wieder ins Bewusstsein der Verwaltung, der Politik und der Schleswigerinnen und Schleswiger zurückholen, denn wir leben in angespannten Zeiten und müssen uns stärker die Frage stellen, ob wir wehrhaft sind, wenn es darauf ankommt. Dazu gehört insbesondere eine funktionierende Warninfrastruktur.

Meine Ziele für Schleswig sind ambitioniert – aber erreichbar. Mit einem klaren Fahrplan, einer professionellen Verwaltung und politischer Zusammenarbeit können wir unsere Stadt klimaneutral, wirtschaftlich stark und sozial gerecht gestalten. Ich werde dieses Ziel nicht allein verfolgen, sondern mit Ihnen gemeinsam. Denn Schleswig kann mehr.

Verwaltung als Haltung – nicht nur als Organisation

Verwaltung ist nicht nur Organisation, sie ist auch Haltung: Wie wir miteinander arbeiten, prägt, wie wir für die Menschen in Schleswig sorgen. Als Bürgermeister möchte ich die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Mitarbeitenden zukunftsfähig aufstellen – mit verständlichen Strukturen, moderner IT-Ausstattung, offener Kommunikation nach innen wie nach außen und einer lösungsorientierten Arbeitsweise.

Ich möchte mit den verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung ein gemeinsames Führungsleitbild erarbeiten. Es soll Klarheit, Verlässlichkeit und Orientierung bieten – für alle, die in unserer Verwaltung Verantwortung tragen. Dazu gehören auch:

  • Hospitationen in Unternehmen und anderen Behörden, um den Austausch zu fördern,
  • regelmäßige Beurteilungsgespräche,
  • ein systematisches Führungskräftefeedback
  • ein umfassendes Weiterbildungsprogramm.

Ich möchte eine Verwaltung, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördert, fordert und mitnimmt. Dazu gehören:

  • ein strukturiertes Onboarding für neue Kolleginnen und Kollegen,
  • regelmäßige Inhouse-Schulungen zu gesellschaftlich relevanten und verwaltungsrechtlichen Themen,
  • die gezielte Förderung von Ideen und Initiativen aus der Belegschaft.

Fehler dürfen passieren – solange wir daraus lernen. Eine positive Fehlerkultur ist mir wichtig. Wir sind eine lernende Organisation.

Digitale Verwaltung ist kein Zukunftsversprechen – sie ist Gegenwart. Ich möchte:

  • die elektronische Akte einführen,
  • ein KI-gestütztes System zur Rechnungserfassung und Buchung etablieren,
  • alle Büroarbeitsplätze mit einer zeitgemäßen Standardausstattung versehen: Laptop, Diensthandy und Zugriff auf mobile Arbeitsplattformen.

Ich möchte Home-Office sowie mobile und flexible Arbeitsformen nicht nur zulassen, sondern aktiv fördern – wo es zur Aufgabenerfüllung passt. Die Schleswiger Stadtverwaltung soll die modernste des Landes Schleswig-Holstein werden.

Verwaltung muss verständlich kommunizieren. Bürgerinnen und Bürger sollen wissen, woran wir arbeiten – und wie. Dafür möchte ich:

  • eine Stabsstelle für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit schaffen,
  • die Social Media Kommunikation ausbauen,
  • das Bürgerbüro im Bürgerforum zur zentralen Anlaufstelle für alle Verwaltungsangelegenheiten machen – ein Kontakt für jeden Antrag.

Verwaltung muss handlungsfähig sein – auch in Krisen. Ich werde:

  • eine Krisenmanagementstruktur etablieren
  • ein Krisenhandbuch für die Stadtverwaltung erarbeiten, um im Ernstfall koordiniert und schnell reagieren zu können,
  • regelmäßige Krisenübungen durchführen.

Veraltete Verfahren und überholte Dienstanweisungen behindern effizientes Arbeiten. Ich werde diese prüfen und abschaffen – zum Beispiel durch die Einführung einer generellen Dienstreisegenehmigung für ganz Schleswig-Holstein, Berlin, Bonn und Kopenhagen.

Ich möchte die Finanz- und Personalplanung enger verzahnen, um Ressourcen dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden. Dazu gehört auch die laufenden Projekte zu priorisieren. Denn in Zeiten des Fachkräftemangels und teils stark schwankender Steuereinnahmen müssen wir realistisch und gleichzeitig mit Weitsicht unsere Projekte planen.

Wirtschaft ist Rückgrat – und Zukunft unserer Stadt

Eine starke Wirtschaft ist das Rückgrat einer lebendigen Stadt. Als Bürgermeister werde ich die Wirtschaftsförderung in Schleswig aktiv und zukunftsorientiert gestalten. Mein Ziel ist es, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass Unternehmen hier wachsen, sich neu ansiedeln – und Schleswig als attraktiven Standort schätzen lernen.

Mein Ziel ist klar: Bis 2035 möchte ich 3.000 neue Arbeitsplätze in unsere Region holen. Das ist ambitioniert – aber realistisch, wenn wir die richtigen Weichen stellen. Dafür brauchen wir:

  • gezielte Wirtschaftsförderung,
  • ausreichend Gewerbeflächen,
  • eine starke Zusammenarbeit mit dem Umland,
  • einen Standort, der überzeugt.

Dazu möchte ich eine neue Stabsstelle für Wirtschaftsförderung direkt beim Bürgermeister ansiedeln, weil wirtschaftliche Entwicklung Chefsache ist und direkte Wege braucht.

Um als Lebensmittelpunkt für Familien attraktiv zu bleiben, braucht es zuallererst Kitas und Schulen mit ausreichend Platz, die zudem keinen Sanierungsstau aufweisen und mit moderner Technik ausgestattet sind. Um das zu erreichen, möchte ich gemeinsam mit der Politik und den Schleswiger Bildungseinrichtungen ein Sanierungsprogramm entwickeln, welches auf 15 Jahre angelegt ist und den bestehenden Sanierungsstau beseitigt. Hier möchte ich auch die Volkshochschule als Einrichtung für die außerschulische Bildung mit einbeziehen.

Darüber hinaus möchte ich zusammen mit der Landesregierung und dem Kreis Schleswig-Flensburg sowie den Universitäten im Land in Gespräche einsteigen, um Schleswig zu einem Standort für einzelne wissenschaftliche Institute und Fachschulen zu machen.

Viele junge Menschen verlassen nach der Schule Schleswig, um woanders eine Lehre zu beginnen oder zu studieren. Um junge Menschen in der Region zu halten, möchte ich zusammen mit regionalen Firmen und dem Handwerk für die Ausbildung werben und junge Menschen nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium zurückgewinnen. Dazu werde ich:

  • zusammen mit den Schleswiger Unternehmen eine eigene Berufsmesse in Schleswig etablieren.
  • eine Marketing-Kampagne entwickeln, an der sich Unternehmen beteiligen können, um Fachkräfte in unsere Region zu holen.
  • den Ausbau des Glasfasernetzes vorantreiben, um Fachkräften das mobile Arbeiten vom Standort Schleswig aus zu ermöglichen.

Schleswig liegt ideal – zwischen Nord- und Ostsee, zwischen Dänemark und Hamburg. Diese Lagevorteile müssen wir gezielter nutzen, um Unternehmen und Fachkräfte für Schleswig zu begeistern. Als Bürgermeister möchte ich unsere Stadt als wirtschaftlich attraktiven, lebens- und liebenswerten Standort offensiv vermarkten und Tourismusmarketing, Standortmarketing und Fachkräftegewinnung für unsere Region eng verzahnen.

Ich setze auf einen engen, kontinuierlichen Austausch mit den ansässigen Unternehmen. Nur im ständigen Dialog lassen sich die Bedürfnisse der Wirtschaft frühzeitig erkennen, zeitnah handeln und gemeinsam Lösungen entwickeln. Ich möchte regelmäßige Wirtschaftsgespräche etablieren, um Herausforderungen und Potenziale direkt zu besprechen – auf Augenhöhe und im Sinne unserer Stadt.

Ein zukunftsfähiges Schleswig braucht gezielte Wirtschaftsförderung. Bestehende Unternehmen verdienen die Unterstützung durch Politik und Verwaltung, damit sie weiter wachsen, Arbeitsplätze sichern und Innovationen vorantreiben können. Dafür möchte ich:

  • einen zentrale Ansprechstelle in der Verwaltung etablieren, die Unternehmen durch Verwaltungsverfahren lotst,
  • und Investitionsvorhaben aktiv begleitet.

Ein zentrales Thema ist die Bereitstellung von ausreichend Gewerbeflächen. Ich setze auf nachhaltiges Flächenmanagement:

  • zuerst werden Brachflächen nutzbar gemacht und bereits überplante Flächen entwickelt,
  • erst danach erfolgt die Ausweisung neuer Flächen – verantwortungsvoll und mit Blick auf unsere Kulturlandschaft und angepasst an die Herausforderungen des Klimawandels.

Wirtschaft kennt keine Gemeindegrenzen. Deshalb möchte ich die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn – Nübel, Schaalby und weiteren Umlandgemeinden – gezielt ausbauen. Gemeinsam können wir neue Perspektiven schaffen und den Menschen in unserer Region ausreichend Wohnraum und attraktive Arbeitsorte bieten. Zentrale Bausteine sind das interkommunale Gewerbegebiet Schleswig–Nübel–Schaalby und das interkommunale Gewerbegebiet Schleswig-Schuby sein, die ich als Bürgermeister aktiv unterstützen werde. Die Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebiets Schleswig-Nübel-Schaalby möchte ich durch die Ansiedlung eines Ankerbetriebs forcieren, der die Kosten für den Flächenerwerb reduziert und die Entwicklung wirtschaftlicher und tragfähiger für die beteiligten Gemeinden macht.

Schleswig liegt in einer Region mit einem hohen Energieüberschuss. Die Energiewende ist für Schleswig eine wirtschaftliche Chance. Ich möchte gezielt energieintensive Betriebe nach Schleswig holen, die den hier produzierten Strom direkt vor Ort verbrauchen. Zudem werde ich Initiativen aus der Bürgerschaft, die selbst Strom und Wärme produzieren und verbrauchen möchten, bei der Umsetzung ihrer Projekte unterstützen. So schaffen wir regionale Wertschöpfung, sorgen für eine bezahlbare Energieversorgung, sichern Arbeitsplätze und stärken unsere Wirtschaftskraft – klimabewusst und zukunftsfähig.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat gezeigt, wie anfällig unsere Wärmeversorgung in Deutschland, Schleswig-Holstein und Schleswig ist. Die Gasversorgung hat langfristig aus Gründen des Klimaschutzes keine Zukunft, gleichzeitig sind wir durch Gasimporte auch abhängig. Die Wärmewende trägt dazu bei, dass wir unabhängig werden von den Kapriolen an den Weltmärkten oder von internationalen Spannungen. Gleichzeitig ist die Wärmewende eine Herausforderung. Es braucht Geld, Fachkräfte und Material. Um die Wärmewende in Schleswig zur Erfolgsgeschichte zu machen, von der alle profitieren möchte ich den Wandel eng mit Politik, Stadtgesellschaft, Versorgern, Handwerksbetrieben und Unternehmen (besonders als Großabnehmer) gestalten und vorantreiben.

Wir grenzen direkt an das Welterbe in Haithabu und das Danewerk. Schleswig ist zudem eine der ältesten Städte Nordeuropas und ist dank der Altstadt, der Fischersiedlung Holm, den Landesmuseen Schloss Gottorf, seiner Lage an der Schlei und vielen weiteren sehenswerten Orten und Gebäuden ein attraktives Reiseziel. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Schleswig. Ich werde:

  • die touristische Infrastruktur, besonders auch den Stadthafen, weiter stärken,
  • Akteure besser miteinander vernetzen,
  • Hotelansiedlungen aktiv unterstützen,
  • den Bau einer Ferienhaussiedlung vorantreiben,
  • neue Zielgruppen erschließen,
  • das Welterbe Danewerk–Haithabu, unsere Kulturlandschaft und Schleswigs Geschichte und Verbindung zu Dänemark stärker im Marketing verankern.

Geschichte wird hier an der Schlei erlebbar – das können wir besser bewerben und die Steuereinnahmen aus dem Tourismus nutzen, um unsere Infrastruktur (Straßen, Wege, Plätze, Promenaden) zu erhalten und zu erneuern. Davon werden alle Schleswigerinnen und Schleswiger profitieren.

Online-Handel, Leerstände, hohe Ladenmieten – das alles belastet die Entwicklung der Schleswiger Innenstadt und verstärkt sich gegenseitig. Um die Innenstadt zum Anziehungspunkt zu machen möchte ich:

  • die Bausteine der Innenstadt-Sanierung zügig und konsequent umsetzen.
  • das Bürger-Forum als Dritten Ort etablieren.
  • mit den Eigentümerinnen und Eigentümern in den Dialog treten und gemeinsame Wege suchen, um Leerstände zu beleben.
  • eine Anschubfinanzierung für neue inhabergeführte Geschäfte etablieren.
  • Pop-Up Stores ermöglichen.
  • die Verkehrsführung im Stadtgebiet verbessern, um dafür zu sorgen, dass es allen Schleswigerinnen und Schleswigern aus allen Stadtteilen möglich ist, sowohl mit Auto als auch mit Fahrrad, zu Fuß oder mit Bus schnell, einfach und komfortabel in die Innenstadt zu gelangen.
Wohnen ist ein Grundbedürfnis

Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale soziale Frage unserer Zeit. Damit Schleswig auch in Zukunft für alle Generationen und Einkommensgruppen lebenswert bleibt, möchte ich eine verantwortungsvolle und aktive Wohnungspolitik umsetzen.

Mein Ziel: mehr Wohnraum schaffen, Flächen bestmöglich nutzen und sozial ausgewogen bauen – für eine Stadt, die bezahlbar bleibt und gleichzeitig weiter wächst.

Ich setze auf Dialog:

  • Eigentümerinnen und Eigentümer sollen gezielt beraten werden, wie bestehender Wohnraum erweitert oder neuer geschaffen werden kann – z. B. durch Dachausbau oder Nachverdichtung.
  • Auch Wohnungsbaugesellschaften und andere Investoren möchte ich aktiv unterstützen, damit sie in Schleswig verstärkt investieren.

Schleswig ist eine Stadt, die aus zwei Kernen (Friedrichsberg und Innenstadt) besteht und sich rund um die Schlei erstreckt. Gleichzeitig sind die Wege zwischen den Stadtteilen überwiegend kurz und die einzelnen Teile der Stadt gut zu erreichen. Das möchte ich nutzen und ausbauen. Gleichzeitig sind unsere Entwicklungsflächen in der Stadt begrenzt. Dennoch werde ich weiter dem Motto folgen: Innenentwicklung gilt vor Außenentwicklung.

Dazu möchte ich:

  • gezielt mithilfe von Beratung, baurechtlichen Instrumenten oder direkten Flächenankäufen durch die Stadt Baulücken schließen und Brachflächen entwickeln.
  • aktiv Grundstücke in Randbereichen der Stadt ankaufen und bevorraten, um flexibel auf künftige Bedarfe reagieren zu können.
  • Schleswigs Vorteil als Stadt der kurzen Wege sichtbar machen, um die einzelnen Quartiere besser miteinander zu vernetzen und öffentliche Einrichtungen über Rad- und Fußwege noch besser erreichen zu können.
  • Randbereiche der Stadt über ein Rufbus-System besser anbinden.

Ein zentrales Ziel ist für mich die Quote von mindestens 20 % sozialem Wohnungsbau bei neuen Bauvorhaben. So stellen wir sicher, dass auch Menschen mit geringerem Einkommen in Schleswig wohnen können.

Ich werde mich außerdem für Kooperationsvereinbarungen mit Wohnungsunternehmen einsetzen, um bestehende Zweckbindungen im sozialen Wohnungsbau zu verlängern und so langfristig bezahlbaren Wohnraum zu sichern.

Ergänzend dazu möchte ich:

  • Familien und ehrenamtliche engagierte Schleswigerinnen und Schleswiger bei der Vergabe von Neubaugrundstücken begünstigen,
  • Genossenschaften fördern – z. B. durch Erbpachtmodelle mit sozialer Zielbindung.

Ich möchte zusammen mit der Politik die Entwicklung neuer Wohngebiete vorantreiben:

  • Schleswig Süd (Waldemarsweg),
  • an der Bergkoppel,
  • am Neufelder Weg.

Diese Gebiete sollen einen Mix aus Einfamilien-, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäusern bieten – für unterschiedliche Lebensmodelle und Einkommensgruppen.

Dabei ist mir wichtig:

  • eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die bestehenden Fahrrad- und Fußwege zu gewährleisten,
  • passende soziale Infrastruktur wie zum Beispiel neue Kitas und eine ausreichende und wirklich nahe gelegene Nahversorgung mitzudenken,
  • Klimafolgen wie Starkregenereignisse und Hitzewellen direkt bei den Planungen mit zu berücksichtigen.

Ich möchte gezielt Schrottimmobilien zurückbauen, die unsere Stadtteile negativ beeinflussen. Sie verhindern Entwicklung, mindern Lebensqualität, bieten aber gleichzeitig Raum für neue Ideen: ob Wohnraum, Grünflächen oder gemeinnützige Projekte.

Ein wichtiges Projekt ist die Überplanung des ehemaligen Bauhofs und seines Umfelds. Hier kann ein gemischtes Quartier entstehen – Wohnen und Gewerbe nebeneinander, lebendig und urban.

Auch das Gleisdreieck und die Fuhrbasche Koppel möchte ich gemeinsam und in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn entwickeln. Mein Ziel: mehr Wohnraum, mehr Platz für freie Kunst- und Kulturangebote und ein attraktives Quartier, das den historischen Teil des Friedrichsbergs und Schleswig-Süd besser miteinander verbindet.

Ich möchte Investoren offen und lösungsorientiert begegnen. Mit klaren Regeln und Vorgaben seitens der Stadt werde ich einen zuverlässigen Rahmen für Investitionen bieten. Das ermöglicht zügige Verfahren und hochwertige Ergebnisse.

Die Verwaltung möchte ich bedarfsgerecht personell stärken, damit wir die durch Bundes- und Landesvorgaben steigenden Anforderungen jederzeit und in jedem Verfahrensschritt weiterhin fachlich gut begleiten und bestmögliche Ergebnisse für unsere Stadt erzielen können.

Ausgeglichener Haushalt als Ziel

Ich möchte Schleswig finanziell unabhängig machen – weg von der Genehmigungspflicht durch das Innenministerium, hin zu echter Handlungsfähigkeit.

Dafür braucht es:

  • Ausgabendisziplin,
  • neue Einnahmequellen,
  • gezielte Investitionen mit langfristigem Nutzen.

Durch Sparen allein werden wir keinen ausgeglichenen Haushalt erreichen. Gleichzeitig brauchen Politik und Verwaltung Handlungsspielräume, um kontinuierlich in die Stadt und ihre Infrastruktur investieren zu können. Denn nur durch Investitionen lässt sich eine Stadt entwickeln und die Basis für wachsende Steuereinnahmen in der Zukunft legen. Um die erforderlichen Handlungsspielräume zu sichern, möchte ich:

  • Die Zweitwohnungssteuer moderat erhöhen – um die Kosten für die Infrastruktur fair zu verteilen.
  • Eine Bettensteuer (6 % vom Übernachtungspreis) einführen – damit Gäste die Infrastruktur, die sie mitnutzen, mitfinanzieren.
  • Bestehende Gebührentarife (Sondernutzungsgebühr, Verwaltungsgebühren etc.) moderat anpassen.

Das Stadtmuseum möchte ich neu ausrichten und dadurch für die Zukunft sichern.

Dazu möchte ich:

  • Eine stärkere Fokussierung auf die Stadtgeschichte,
  • mehr eigene Veranstaltungen und Events, um die Sichtbarkeit zu erhöhen,
  • neue Einnahmequellen nutzbar machen (z. B. Gebäudevermietung an Dritte für Veranstaltungen und Events),
  • gezieltes Marketing und Kooperationen, z. B. mit Museen im dänischen Raum,
  • Fördermittel aus den Interreg-Programmen nutzen,
  • eine eigene Kulturstiftung aufbauen und etablieren, um das Stadtmuseum auf lange Sicht finanziell abzusichern.

Auch wenn derzeit nur über die Kosten diskutiert wird, das Kulturhaus wird Schleswig langfristig bereichern und lebenswerter und attraktiver machen. Ich werde das Kulturhaus so günstig wie möglich fertigstellen und eröffnen. Dazu werde ich auch aktiv auf Unternehmen und Stiftungen, insbesondere im skandinavischen Raum, zugehen, um Spenden einzuwerben und die Finanzierung breiter aufzustellen.

Ich möchte ein Fördermittelscouting und Fördermittelmanagement etablieren. Künftig fragen wir uns bei jedem Programm: Wie lässt sich der Eigenanteil reduzieren? Welche Mittel können wir nutzbar machen?

Aber: Fördermittel sollen nicht Mittel zum Zweck werden. Fördermittel sollen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn sie einen echten Mehrwert bringen und den städtischen Haushalt entlasten.

Ich möchte gemeinsam mit Politik und Verwaltung eine umfassende Aufgabenkritik durchführen:

  • Welche Leistungen sind nötig, um Schleswig lebenswert zu machen?
  • Welche Leistungen stärken das soziale Miteinander?
  • Welche Aufgaben sind Pflicht?
  • Wo können wir schlanker arbeiten?
  • Welche Prozesse können digitalisiert oder vereinfacht werden?

Ich möchte eine verbindliche Regelung einführen, die Investoren an Planungskosten von Bauleitplanverfahren beteiligt. Damit entlasten wir den städtischen Haushalt nachhaltig.

Die dänische Minderheit gehört zu Schleswig

Die dänische Minderheit ist ein unverzichtbarer Teil unserer Stadt. Ihre Sprache, ihre Kultur und ihre Perspektive prägen Schleswig seit Generationen – nicht als Folklore, sondern als gelebter Alltag. Dieses Miteinander ist Grundlage für unser friedliches Zusammenleben – und eine große Chance für die Zukunft.

Ich möchte die dänische Sprache und Kultur sichtbarer und selbstverständlicher machen:

  • den Austausch mit dänischen Einrichtungen, Schulen und Vereinen intensivieren,
  • gemeinsame Projekte im Stadtmuseum (Ausstellungen, Forschung), der Volkshochschule und den städtischen Kitas und Schulen,
  • die gemeinsame Geschichte Schleswigs mit Dänemark stärker ins Bewusstsein rücken.

Ich setze auf Partnerschaft mit dänischen Institutionen:

  • Hospitationen und Austauschprogramme zwischen Schleswiger Verwaltung und dänischen Stadtverwaltungen,
  • beiderseitiges Lernen, gegenseitiges Verständnis, bessere Prozesse und gegenseitige Unterstützung, um unsere deutsch-dänische Region wirtschaftlich voranzubringen.

Ich möchte dänische Unternehmen gezielt für Schleswig gewinnen. Sie sind starke, innovative Partner. Mit einer proaktiven Wirtschaftsförderung, die auch die dänische Perspektive mitdenkt, schaffen wir neue Chancen. Schleswig kann so zum wirtschaftlichen Brückenkopf in der Grenzregion werden.

Die Marke „Wikingerstadt Schleswig“ hat Potenzial – weit über unsere Grenzen hinaus. Ich möchte unser Tourismusmarketing in Dänemark und dem skandinavischen Raum präsenter machen.

Mein Ziel ist klar: Schleswig als attraktives Ziel für Gäste aus dem Norden etablieren – kulturell, historisch und landschaftlich.

Eine Stadt für alle

Als Bürgermeisterkandidat für Schleswig ist mir eines besonders wichtig: Ein soziales Miteinander, das niemanden zurücklässt. Ich stehe für eine Stadt, in der Kinder und Jugendliche gut aufwachsen können, Familien Unterstützung finden, ältere Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können – und in der alle Generationen miteinander verbunden sind.

Unsere Stadt kann nur dann stark und lebenswert bleiben, wenn wir in unsere jüngsten Bürgerinnen und Bürger investieren.

Schleswig braucht moderne und inklusive Spielplätze in allen Stadtteilen – Orte zum Toben, Spielen und Begegnen sowie attraktive Freizeitangebote, die Kindern und Jugendlichen Raum geben, ihre Talente zu entdecken.

Dazu gehört ein gut ausgestattetes Jugendzentrum wie auch Räume zur freien kreativen Entfaltung, sei es durch Musik, Theater, Kunst oder Medien. Aber auch Sportanlagen, die gepflegt, offen und jederzeit zugänglich sind – für alle Kinder, Jugendlichen und Familien. Diese Angebote sind kein Luxus – sie sind eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft.

Deswegen werde ich:

  • in der Ratsversammlung dafür werben, nicht bei freiwilligen Leistungen zu sparen, denn das trifft meist soziale Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien.
  • Spielplätze schrittweise umbauen, damit dort alle Altersgruppen und Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam spielen können.
  • die Sportentwicklungsplanung Schritt für Schritt umsetzen.
  • eine neue Schwimmhalle als Ersatz für die alte und in die Jahre gekommene Halle errichten.
  • bei der Sanierung von Straßen, Wegen und Plätzen sichere Rad- und Fußwegeverbindungen sowie Spielangebote für Kinder und Jugendliche mit einplanen.
  • gemeinsam mit Fördermitteln und privaten Initiativen freie Kunst- und Kulturangebote neu etablieren.

Schleswig ist eine vielfältige Stadt, in der viele Lebensrealitäten aufeinandertreffen. Jung und Alt, Familien, Alleinlebende, Alteingesessene und Zugezogene – sie alle verdienen einen Platz in unserem städtischen Leben.

Ich setze mich ein für:

  • Generationenübergreifende Begegnungsorte, an denen Austausch und Gemeinschaft gelebt werden. Dazu gehört ein Stadtteil-Treff in Schleswig-Süd und in St. Jürgen.
  • Barrierefreie und lebensnahe Angebote für ältere Menschen, die Teilhabe ermöglichen und Einsamkeit vorbeugen.
  • Integration und Teilhabe für alle, unabhängig von Herkunft, Alter, Religion oder sozialem Status.

Gerade in Zeiten knapper Kassen – davon bin ich überzeugt – dürfen wir als Stadt nicht bei den sozialen Angeboten sparen. Es sind oft Beträge, die entscheiden, ob eine Gruppe weiter bestehen kann, ob ein Kurs angeboten wird oder ob eine Familie Unterstützung erhält. Im Verhältnis zum gesamten Haushaltsvolumen der Stadt handelt es sich um kleine Beträge, für die jeweiligen Einrichtungen, Vereine oder Gruppen ist es hingegen oftmals eine existenzielle Frage und volkswirtschaftlich betrachtet ist es verantwortungslos dort zu sparen, wo das Geld dringend gebraucht wird, um gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen oder zu sichern.

Als Bürgermeister werde ich mich dafür einsetzen, dass:

  • soziale Einrichtungen verlässliche finanzielle Unterstützung erhalten.
  • Strukturen gefestigt werden, statt sie immer wieder infrage zu stellen.
  • Schleswig eine Stadt bleibt, die sozial handelt, nicht nur sozial redet.

In Schleswig gibt es viele engagierte Menschen, Initiativen, Vereine und Institutionen. Doch manches Mal arbeiten sie nebeneinander statt miteinander. Das möchte ich ändern.

Ich möchte:

  • Die Netzwerkarbeit im sozialen Bereich aktiv fördern.
  • Austauschformate schaffen, bei denen soziale Akteure voneinander lernen, sich ergänzen und gemeinsam Lösungen entwickeln können.
  • Synergien sichtbar machen und nutzen, um Ressourcen zu bündeln und Angebote wirksamer zu gestalten.

Mein Ziel ist klar: Schleswig soll eine Stadt sein, in der alle Menschen heute und in Zukunft gut leben können. Schleswig kann mehr.